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Die 10. Ausstellung im Rundofen Zell

Der Förderverein Zeller Kunstwege feiert Jubiläum! Für die 10. Ausstellung im Rundofen wechseln die Macher des Vereins die Seiten:

Fünf Künstler aus dem Vorstand bespielen das historische Gebäude spontan mit eigenen Werken. Erleben Sie hochkarätige Skulpturen, Malerei, Installationen und digitale Kunst in einer exklusiven Sonderausstellung.


Mit Werken von:

Armin Göhringer | Albert Reichenbach | Dieter Atz | Wolfgang Hilzensauer | KAB Klaus A. Burth


Dauer: 03. – 30. September 2026

Vernissage: 03.09.2026, 19:00 Uhr (Musik: Helmut Neerfeld)

Öffnungszeiten: Do, Fr, So | 14:00 – 17:00 Uhr

Ort: Rundofen, Zell



Beitrag von Wolfgang Hilzensauer



RAUM – ZEIT – NATUR: TAUBERGIEßEN „RHEIN-SEHEN“

 

Eine multimediale Annäherung

Der Taubergießen am Oberrhein ist eine der letzten großen, geschützten Auenlandschaften Mitteleuropas – ein Ort des ständigen Wandels, geprägt vom Rhythmus des Wassers. Seit Jahren durchwandert der bildende Künstler W. Hilzensauer diesen besonderen Naturraum.

 

Aus seinen intensiven Erkundungen und dem tiefen Studium des landschaftlichen Wesens entstand das Langzeitprojekt


RAUM – ZEIT – NATUR: TAUBERGIEßEN „RHEIN-SEHEN“.

 

Die Zwiesprache der Medien: Foto – Bild – Video


Die Ausstellung ist das Ergebnis einer tiefen Zwiesprache zwischen Künstler und Natur, die in drei unterschiedlichen Ausdrucksformen greifbar wird: Malerei, Videokunst und Fotografie.

 

Jedes Medium interpretiert die charakteristischen „Naturmuster“ der Auenlandschaft auf eigene Weise. In diesem künstlerischen Experiment gelingt es Hilzensauer, die feine Mystik und das verborgene Wesen des Taubergießens einzufangen.

 

Dem Betrachter wird durch die Gemälde, eine Videoinstallation und ein begleitendes Fotohandbuch vor Augen geführt, dass unsere Wahrnehmung der Natur – wie jede empfundene Realität – nur eine von vielen Facetten der einen Wirklichkeit ist.

 

Die philosophischen Dimensionen des Projekts


Der Künstler schlüsselt den Titel seines Projekts in vier elementare Komponenten auf:

RAUM: Verstanden im Sinne des geografischen „Naturraums“ – ein konkreter, physischer Ort mit ganz eigenen ökologischen Strukturen.


ZEIT: Sie wirkt unaufhörlich durch den Wechsel der Jahreszeiten und den Lauf der Jahre auf die Landschaft ein. Alles befindet sich im Fluss; dominiert von den ewigen Prozessen des Wachsens, Vergehens und Erneuerns.


NATUR: Verkörpert durch den „Taubergießen“, der untrennbar mit dem „Rhein“ verbunden ist – dem großen Gestalter und Lebensnerv dieser Rheinauenlandschaft.


SEHEN: Die bewusste visuelle Wahrnehmung. Es geht nicht nur um das bloße Betrachten, sondern um das Erkennen und Erfühlen von Natur und Landschaft.

„Natur und Wirklichkeit sind keine starren Konstanten, sondern ein Kaleidoskop aus flüchtigen Momenten.“